Viele Fans der Dominikanischen Republik nehmen es sich sehr oft vor, schaffen es aber durch die Vielfalt die dieses schöne Land zu bieten hat, leider nie den Pico Duarte zu besteigen. Aus diesem Grund gibt es leider auch nur sehr wenige Bilder. Aber es ist auch eine sehr anstrengende Tortour. Und viele Urlauber begrenzen die schönste Zeit im Jahr lieber auf den Strandurlaub. Hier mal ein Auszug aus einem Reisebericht der uns zugesandt wurde, damit auch sie etwas von den schönen Erlebnissen die anderer etwas haben.

Es war der kleine Krebs mitten im steilen Hohlweg, die Vogelspinne, von der Kälte völlig klamm, die Papageien, die ich hörte aber nicht sah, die Kolibris auf 2500 m Höhe, der Nebel im Kiefernwald, das unheimliche Rufen von zwei Tieren, die uns den ganzen Tag bis in die Nacht begleiteten und sich niemals zeigten. Es war das gemeinsame Spaghettikochen am offenen Feuer, unsere unruhiges Nacht bei 0 Grad mit den frechen Ratten in der Hütte und der gemeinsame Aufbruch zum letzten Anstieg mit dem kleinen Hund des Muliführeres um 5.00 Uhr morgens, bei völliger Dunkelheit. Mensch Tibor, was habe ich gelitten! Diese verdammte Höhenkrankheit, mir war so speiübel und es ging einfach nicht mehr. Ich habe in der tiefen Stille er Nacht und des Weges nur mein Herz klopfen hören und die Luft, die ich nicht mehr bekam, rasselte in meiner völlig gesunden Lunge, wie eine alte Fahrradkette. Ich mußte so kurz vor dem Ziel umkehren und habe die 400 Höhenmeter einfach nicht mehr gepackt. Aber der Sonnenaufgang und \"Dein in den Arm nehmen und trösten\" als ich meine Umkehr beweinte,hat alles gutgemacht. Immerhin hatte ich es bis dahin aus eigener Kraft geschafft- ohne Maultier Ritt!! Und wie schon auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostella, war auch hier der Weg das Ziel!Es hat mir unglaublich viel gebracht und einen wahren Glücksrausch im Nachhinein beschert.

Unser Abstieg war grandios. 8 1/2 Stunden von der Hütte aus, plus die vorher rauf-und runter gelaufenen 3 Stunden, fast ohne Pausen und dann sah, fühlte und schmeckte ich das Presidente Bier schon, als das letzte \"Hügelchen\" von 50 Meter Anstieg mir den Garaus machen wollte. Hättest Du nicht dort oben gestanden und mich angefeuert, ich hätte auf der halben Höhe, so kurz vor dem Ausgang des Nationalparks übernachtet, im Stehen oder irgendwie. Und dann? Das Glück, diesen Berg bestiegen zu haben, auch wenn nur noch ein paar Meter gefehlt haben bis zum Gipfel, ist nicht zu beschreiben. Ich wollte schon 5 Jahre zuvor immer diesen Berg besteigen, als ich in dem wunderschönen Land, auf der Insel Hispanola gelebt habe. Aber es war noch nicht der richtige Zeitpunkt. Nun habe ich es getan. Danke René, danke Rudi, dass Ihr mir Tibor mit seiner positiven Energie und der Kraft der Jugend an meine Seite gabt. Ich komme wieder und mache es noch einmal, aber dann 4 Tage, um mich einen Tag an die Höhe bei der Hütte La Concepción zu gewöhnen.